Rezension / Graeme Simsion – The Rosie Project

Verlag: Penguin / Seiten: 327 / Hier kaufen: EnglischDeutsch

Rückentext:
Don Tillman will heiraten. Allerdings findet er menschliche Beziehungen oft höchst verwirrend und irrational. Was tun? Don entwickelt das Ehefrau-Projekt: Mit einem 16-seitigen Fragebogen will er auf wissenschaftlich exakte Weise die ideale Frau finden. Also keine, die raucht, trinkt, unpünktlich oder Veganerin ist.
Und dann kommt Rosie. Unpünktlich, Barkeeperin, Raucherin. Offensichtlich ungeeignet. Aber Rosie verfolgt ihr eigenes Projekt: Sie sucht ihren biologischen Vater. Dafür braucht sie Dons Kenntnisse als Genetiker. Ohne recht zu verstehen, wie ihm geschieht, lernt Don staunend die Welt jenseits beweisbarer Fakten kennen und stellt fest: Gefühle haben ihre eigene Logik.

Also wer bei diesem Rückentext nicht sofort an Sheldon Cooper denkt, der ist wohl kein „The Big Bang Theory“ Fan. Ich allerdings schon und da ich die Schrullen und Macken dieses Seriencharakter das faszinierendste an ihm fand, konnte ich an diesem Buch nicht vorbeigehen.
Don Tillman ist eigentlich zufrieden mit seinem Leben: Er hat einen streng geregelten Tagesablauf, einen gutbezahlten Job und ist mit seinem Kollegen Gene und dessen Frau befreundet. Als Rosie in sein Leben tritt, wird das alles auf den Kopf gestellt. Diese spannt ihn bei der Suche nach ihrem leiblichen Vater ein.

I may have found a solution to the Wife Problem. As with so many scientific breakthroughs, the answer was obvious in retrospect. But had it not been for a series of unscheduled events, it is unlikely I would have discovered it.

Mit der Zeit steigert sich Don in diese Detektivgeschichte so herein, dass er darüber sogar seinen heißgeliebten Tagesablauf vergisst. Dass das nur auf begrenzte Zeit gutgehen kann, ist klar…

Wer übrigens begeistert von Don ist, kann zumindest in der englischen Version des Romans einmal selbst seinen Ehefrauen-Fragebogen ausfüllen.


Dons Schrullen und Marotten machen ihn zu einem liebenswürdigen Charakter, der der eigentlich klischeehaften Liebesgeschichte a la „Gegensätze ziehen sich an“ eine spezielle Note gibt. Im Gegensatz zu den vielen Nicholas Sparks Romanen, die die Bücherregale bevölkern, schafft es Graeme Simsion dem Genre der Liebesgeschichte neuen Schwung zu geben und auf die Begeisterungsschiene für schrullige Charaktere wie Sheldon Cooper aufzuspringen.

Grafik: Christina Koorman
Grafik: Christina Koorman
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2 Gedanken zu “Rezension / Graeme Simsion – The Rosie Project

  1. Das Hörbuch habe ich vor ein paar Wochen angehört. Robert Stadlober hat es sehr treffend rübergebracht, seine Stimme und Lesart haben richtig gut gepasst. Ich hatte auch nach den ersten paar Minuten einen kleinen Sheldon im Kopf 😉

    • Robert Stadlober?! Wieso hast du mir das nicht schon längst verraten? Dann hätte ich mir auch sofort danach noch einmal das Hörbuch angehört. ^^

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