Travel / Prag

Die goldene Stadt hat Künstler wie Franz Kafka, Alphonse Mucha und Jan Neruda hervorgebracht. Jedes Jahr wird sie von Millionen von Besuchern bevölkert, die sich auf dem Schloss und der Karlsbrücke tummeln. Nur wenige Stunden liegt Prag von Leipzig entfernt und doch war ich noch nie dagewesen. Das musste geändert werden und so entschieden wir uns für einen Kurzurlaub um das lange Wochenende Ende Oktober gut zu nutzen.

Genutzt:

Mit der Deutschen Bahn kann man von Leipzig aus für nur 39€ (pro Strecke & Person) nach Prag reisen. Um das umsteigen zu vermeiden, fuhren wir mit dem durchgehenden Zug der Freitagmorgen in Leipzig startete und nach nur knapp 3 Stunden am Hauptbahnhof Prag ankam. Auch am Sonntag mussten wir nur einsteigen und durchfahren.
Wie immer vertrauten wir auf einen Lonely Planet Reiseführer. Zusätzlich dazu, hatte ich mir noch einen „100% Prag“ aus der Bücherei ausgeliehen, den es auch für viele andere Städte gibt und in dem die tollen Stadtrundgänge zu finden waren.

Hinkommen:

In Prag gibt es unzählige Hotels und Hostels. Wir entschieden uns für das Bahnhofsnahe Hostel Rosemary. Prag ist gut zu erlaufen und so lag unser Hostel perfekt um auch vor einem abendlichen Restaurant Besuch nochmal kurz die müden Füße im Bett auszuruhen und dann nochmal loszugehen. Es ist in einem Altbau untergebracht und besitzt noch altmodische Doppelfenster, die unsere Furcht das Zimmer in Kälte zu tauchen nicht bestätigten. Die Räume sind sauber, es gibt eine große gemeinsame Küche. Leider gibt es nur 1 Bad für 3 Viermann-Zimmer und da kam es öfter mal zu Stau vor den Duschräumen.

Anschauen:

Prag ist bekannt für seine Architektur und sein Bier. Beides wurde von uns ausgiebig betrachtet und ausprobiert. Wer die Augen offen hält, findet an jeder Ecke Häuser, die dem Jugendstil getreu kunstvoll verzierte Fassaden haben. Das Prag von den Bomben des 2. Weltkrieg verschont blieb, macht einen noch glücklicher, wenn man bedenkt, dass diese Architektur sonst verloren wäre.
Auch das Schloss bietet zahlreiche Attraktionen, die man sich in kurzen und längeren Touren anschauen kann. In der Goldenen Gasse sollten große Leute beim Betreten der Häuser aber wohl lieber auf ihren Kopf aufpassen. Wer sich die Zeit in der großen Parkanlage vertreiben will, sollte auf die Öffnungszeiten schauen. Pünktlich am 1. November standen wir, trotz gutem Wetter, vor verschlossenen Türen – die Prager kennen wohl kein Pardon bei ihren Touristen.
Aber auch so bieten Prags Gassen eine Vielzahl an kleinen Cafés und Läden. Nehmt euch Zeit und lasst euch einfach durch die Gegend treiben. Oder geht in eines der zahlreichen Museen. Mit wunderschönen Bildern überrascht das Mucha Museum. Und wer sich auch noch über den Herrn Kafka danach in seinem eigenen Museum infomieren will, hat Glück. Mit einer Eintrittkarte des einen, bekommt man im anderen Rabatt.

Essen und Trinken:

Prag bietet zahlreiche Kneipen und Restaurants um den Besucher zu verköstigen. Auch im vegetarischen Bereich konnte man ihnen nichts nachsagen. Das Maitrea bietet günstiges, tolles Essen in einem passenden Ambiente. Lecker, wenn auch etwas kostspieliger, kann man im Bakeshop frühstücken gehen. Zwischen unzähligen Touristen und Einheimischen kann man sich leckeren Kaffe, Quiche und Kuchen schmecken lassen.
Wer sich vor allem auf die flüssigen Schätze freut, sollte einen Abstecher in das Kloster Strahov machen. Dort gibt es selbstgebrautes Bier und lecker aussehende Speisen wie Gulaschsuppe im Brotlaib. Macht dabei nicht unseren Fehler nach dem anstrengenden Aufstieg vorher noch schnell etwas zu essen und deswegen nur neidisch auf den Teller des Nachbarn starren zu können.
Wer sich unter die Einheimischen mischen will, findet überall kleine Bars wie das Duende, in denen man im Zigaretten-Rauch sein Dunkles genießen kann.

Was sind eure Lieblingstipps für Kurzurlaube in und um Deutschland?

 

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