Rezension / Das Erbe der Macht (Eragon Band 4) – Christopher Paolini

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Originaltitel: Inheritance

Autor: Christopher Paolini

Seiten: 947

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Klappentext

Es ist nicht das Schwert in Galbatorix‘ Hand, was du am meisten fürchten musst, und auch nicht das Schwert in seinem Mund. Es ist das Schwert in seinem Geist.

Meine Meinung

Dass das Buch schon seit einer Weile veröffentlicht ist und ich es trotzdem erst jetzt lese, spricht eher nicht für den vorherigen Band. Nach einem spannenden Serienstart mit „Das Vermächtnis der Drachenreiter“ und einem guten zweiten Band, flacht das Interesse mit der Lektüre von „Der Weisheit des Feuers“ merklich ab. Aber natürlich ist irgendwann die Neugier und der Wunsch, keine unbeendeten Serien zu haben zu groß und der letzte dicke Band landete in der Bibliothek in meiner Tasche.

Nach einer großen Schlacht, die leider auch ihre Opfer forderte, rückt die Armee der Rebellen nun endlich in Richtung der Hauptstadt vor, um den Tyrannen Galbatorix endlich zu stürzen. Je näher die Streitmacht den Toren Urû’baens kommt, desto größer werden die Zweifel des Helden Eragon und seines Drachen Saphira, ob sie wirklich bereit und stark genug sind um gegen ihre Gegner zu bestehen.

Auch wenn der finale Band mit seinen knapp 1000 Seiten ein richtiges Wurfgeschoss ist, langweilt man sich an keiner Stelle der Geschichte. Actiongeladene Schlachten wechseln sich ab mit kurzen Pausen zum Atem holen für die Charaktere, in denen auch der Held seine Zweifel und Ängste zu Wort kommen lässt. Eragon ist kein kampferprobter Soldat, wie andere Fantasyhelden, sondern immer noch ein junger Mann, der vor eine große und geschichtsträchtige Aufgabe gestellt wird, die das Leben in Alagaësia für immer ändern wird.

„Hast du das ernst gemeint? Dass das hier eine Schlacht der Götter ist?“ Roran sah ihn an. „Das habe ich… Du und Murtaugh und Galbatorix – ihr seid zu mächtig, als dass irgendein gewöhnlicher Mensch euch besiegen könnte. Es ist nicht richtig. Es ist nicht gerecht. Aber so ist es nun einmal. Wir übrigens sind wie Ameisen unter euren Stiefeln.“ (S.429)

Der Held und die Geschichte sind mit dem Autor erwachsen geworden und sind keine leichte Kinderfantasylektüre mehr. Brutale Schlachten, Folterungen und die Ablehnung der Rebellen durch die Bevölkerung spiegeln ein realistischers Bild einer zerrütteten Zeit wider, in denen nicht ganz klar ist, wer zu den Guten und den Bösen gehört.

Fazit

Nach einem eher schlechten dritten Band ist mit „Das Erbe der Macht“ ein Finale erschienen, dass der Reihe einen gebührenden Abschluss verleiht. Die dunkle Atmosphäre des letzten Bandes zeigt, dass die Romane ihren Kinderschuhen entwachsen sind und haben mit Eragon einen Helden, der genau die richtige Mischung zwischen Zerrissenheit und Heroismus besitzt um nicht nur seine Mitstreiter zu motivieren, sondern auch das Interesse des Lesers zu fesseln. Mit dem Ende hat sich Paolini eine mögliche Weiterführung der Reihe offen gehalten, auf die ich mich freuen würde.

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(Grafik: Christina Koorman)
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2 Gedanken zu “Rezension / Das Erbe der Macht (Eragon Band 4) – Christopher Paolini

  1. Hab mitten im 3. Band damals aufgehört weil ich es irgendwie langatmig fand. Vielleicht sollte ich mich doch nochmal durchringen 😉

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