Morgan Matson – Amy on the Summer road

Originaltitel: Amy and Roger’s epic detour
Verlag: cbj
Preis: 8,99 (Taschenbuch)
Amazon

Buchklappentext:

Seit dem Tod ihres Vaters hat sich Amy völlig zurückgezogen. Als ob nicht schon alles schlimm genug wäre, beschließt ihre Mutter von Kalifornien an die Ostküste zu ziehen, und Amy soll nachkommen… im Auto mit einem wildfremden Jungen! Amy ist verzweifelt. Doch dann steht Roger vor ihr – total süß und irgendwie sympathisch. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und sind sich einig: Amys Mom hat sich für den Trip die langweiligste aller Strecken ausgesucht! Kurzerhand begeben sie sich auf eine eigene, wilde Reise kreuz und quer durch Amerika…

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Meine Meinung:

Auch wenn der Verlag hier mal wieder irgendwie zeigt, dass die Umbenennung von Titel nicht die Stärke der Deutschen ist – wieso sollte man einen englischen Titel mit einem anderen englischen Titel ersetzen? – gibt dieser doch schon die perfekte Zusammenfassung über das Buch. Es geht um einen Roadtrip durch die USA und steht nicht so eine Reise mit dem Auto, die eher von Ort zu Ort als zu einem bestimmten Ziel erfolgt, nicht auf jeder Muss-Ich-Mal-Getan-Haben Liste eines jeden Menschen?

Morgan Matson, geboren 1981 und aufgewachsen in New York, ist eine derzeit sehr beliebte Jugendbuchautorin. Gerade erst veröffentlichte sie ihren dritten Roman „Since you’ve been gone“ in den USA. Wie auch ihre anderen Romane spielt „Amy on the summer road“ in den Sommermonaten und ist so leicht und frisch geschrieben, dass es sich perfekt für einen Tag am Strand eignet. Auch wenn die Gründe für Amy Umzug trauriger Natur sind, ist die Reise ein Neubeginn für sie und eine tolle Reise für den Leser.

Nach dem Tode ihres Vaters, dem sie sehr nah war, bricht für das junge Mädchen eine Welt zusammen und sie zieht sich von ihren Freunden, ihrer Familie und dem Leben im Allgemeinen zurück.

„Ich hatte gerade angefangen, in den Theaterstücken an unserer Highschool Hauptrollen zu übernehmen, und dreimal mit Michael Young, Studienanfänger am College (Hauptfach noch unklar), rumgeknutscht. Mein Leben war zwar nicht gerade perfekt – meine allerbeste Freundin Julia Andersen war im Januar nach Florida umgezogen -, aber im Nachhinein betrachtet doch ziemlich super. Nur dass mir das damals nicht so klar war. Ich war immer davon ausgegangen, dass alles mehr oder weniger so bleiben würde.“

Leider sind auch ihre Mutter und ihr Zwillingsbruder keine Hilfe bei der Bewältigung des Ganzen. Diese haben mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen und erst nach und nach erkennt Amy, dass auch sie die beiden in den letzten Wochen kaum unterstützt hat. Doch die Leute, die sie auf ihrer Fahrt kennenlernt, helfen ihr, über den Unfall und die folgenden Wochen und Tage zu reden und sich der Tatsache zu stellen, ob der Tod ihres Vaters wirklich ihre Schuld war, wie sie immer behauptet. Die wichtigste Person dabei ist Amys Mitfahrer Roger. Auch wenn die typische Liebesgeschichte nicht ausbleiben kann in diesem Jugendroman, sieht es am Anfang nicht sehr rosig dafür aus. Roger selbst hat seine eigenen Reiseziele: Er will seine Ex-Freundin in Kentucky besuchen um die Beziehung wieder zu kitten.

„Ja, klar.“ Er streckte sich ein bisschen. „Die letzten Tage waren ganz schön heftig.“
„Allerdings“, pflichtete ich ihm bei, wobei mir durch den Kopf ging, dass es ja gerade mal drei Tage waren. Und dass mir mein Leben, das ich vor der Fahrt geführt hatte, schon sehr weit weg vorkam.“

Die Aufmachung des Buches erinnert stark an das Reisetagebuch, das Amy von ihrer Mutter geschenkt bekommt. Es lässt den Leser mit seinen zahlreichen Fotos, selbstgeschriebenen Informationen zu den einzelnen Staaten und den eingeklebten Kassenzetteln fühlen, als säße er mit im Auto und würde diese Reise mitmachen. Auch die diversen Playlists, die im Buch aufgeführt werden, bieten Inspiration und sind sicher ein toller Soundtrack, wenn man das Buch ein weiteres Mal liest.

Fazit:

Der Roman von Morgan Matson ist zwar kein intellektueller oder anspruchsvoller Roman, aber gerade wegen seiner Leichtigkeit und sommerlichen Atmosphäre ein toller Lesestoff. Im Gegensatz zu anderen Jugendromanen beschränkt sie sich nicht auf die Liebesgeschichte, sondern bindet Themen wie Freundschaft, Familie und Tod in ihren Roman mit ein, ohne diesem seinen fröhlichen Ton zu nehmen. Regans (PeruseProject) Empfehlung für den Sommer ist deswegen auch mein Highlight der letzten Wochen.

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5/5

(Grafik von Christina Koormann)
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