Kiera Cass – Die Elite (Selection #2)

Buchklappentext:

Das ganz große Glück?

Nur noch sechs Mädchen kämpfen um die Gunst von Prinz Maxon und die Krone von Illeá. America ist eine von ihnen, und sie ist hin- und hergerissen: Gehört ihr Herz ihrer ersten großen Liebe Aspen? Oder doch dem charmanten, gefühlvollen Prinzen? America muss die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen. Doch dann kommt es zu einem schrecklichen Vorfall, der alles ändert.

America, Aspen, Maxon – die romantischte Dreiecksbeziehung seit es Prinzen gibt!

Meine Meinung:

Du sollst nicht vom Aussehen auf den Inhalt schließen. Schon oft half mir dieser Satz ungeahnte Schätze zwischen Buchdeckeln zu entdecken, deren Cover stiefmütterlich vernachlässigt worden waren. Aber viel zu oft fiel ich auf die wunderschöne Hülle herein. Bei Kiera Cass Roman „Selection“, dem ersten Teil der Trilogie, rettete mich mein Bücherkaufverbot vor einer Fehlinvestition. Was als Mischung aus „Der Bachelor“ und „Die Tribute von Panem“ begann, entwickelte sich… nicht weiter. Hunderte Seiten lang ging es darum wie 34 Mädchen sich um die Gunst eines Prinzen streiten. Trotz allem machte ich mir vor, Potential in dieser Geschichte zu sehen und griff zum zweiten Teil „Die Elite“.

Nur noch 6 Mädchen sind im Rennen um die Gunst des Prinzen Maxon und unsere Titelheldin America ist seine, nicht ganz so geheime, Favoritin. Wäre da nicht ihr Ex-Freund Aspen, der sich wieder in ihre Leben geschlichen hat und sich als untröstlicher Idiot hinstellt, der sie niemals hätte gehen lassen dürfen. Eine Herz-Schmerz-Geschichte par excellence. Doch wer denkt, dass sich die Geschichte hier entwickelt, der ist weit gefehlt. Ein paar Höhen und Tiefen kommen auf alle zu, aber trotz allem bleibt alles bei diesem Status quo bestehen.

Meine ganze Hoffnung lag bei den Rebellen, die im ersten Teil schon kurz für Aufsehen sorgten. Würden sie noch einmal auftreten und der Geschichte einen politischen Aspekt verleihen? Würde sich America ihnen, ganz im Stil von „Die Tribute von Panem“, zuwenden und gegen die unfaire Klassengesellschaft agieren?

So viel sei gesagt: America erkennt die Probleme ihres Landes. In einer einzigen Szene, die das Potenzial des ganzen Buches vereint, bietet sich ihr die Möglichkeit etwas zu ändern. Doch ihre Wut gegenüber den männlichen Protagonisten siegt. Es erfolgt keinerlei Reflektion ihrerseits über die Konsequenzen ihres Handelns und obwohl sie die Probleme mutig beim Namen nennt und sich dabei die Wut des Königs zuzieht, hat sie keinerlei Lösungen parat. Sie ist ein Spielball ihrer Emotionen, bei Verliebten nicht unüblich, aber dadurch auch manipulierbar und verbohrt. Keine Person, die man gerne als baldige Herrscherin eines instabilen, kriegsgeplagten Landes sehen will.

Fazit:

„Selection“ ist eine Liebesgeschichte und nicht mehr. Wer damit zufrieden ist und gerne mal selber Prinzessin wäre, wird an dem Buch seine Freude haben. Wer allerdings auch von Jugendbüchern mehr erwartet als ein bisschen Knutschen, Streit und Versöhnung, der ist mit Kiera Cass Büchern schlecht beraten und sollte sich lieber anderen Jugenddystopien, wie „Die Tribute von Panem“ zuwenden.

1/5

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