Review: Marina Lewycka – Das Leben kleben

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Inhalt:

Georgie Sinclair hat sich gerade erst von ihrem Mann getrennt und alle seine Sachen stehen nun in einem Container vor ihrem Haus. Eines Abends entdeckt sie eine alte, kleine Oma, die darin herumkramt und nicht nur die Bücher, sondern auch die Schallplatten mit klassischer Musik rettet. Georgie begegnet ihr später beim Rabattwettkampf im Supermarkt wieder und freundet sie sich mit Naomi Shiparo  an. Als die alte Frau stürzt und im Krankenhaus landet, beginnt sich Georgie um die Frau und ihre vielen Katzen zu kümmern. Denn plötzlich ist die langsam verfallende, aber trotzdem architektonisch wunderschöne Villa das Ziel fieser Sozialarbeiterinnen und windiger Immobilienmakler. Zu spannend ist für Georgie auch die Liebesgeschichte von Naomi und ihrem verstorbenen Mann Arti, besonders als Georgie Hochzeitsfotos findet; und die Braut darauf ist definitiv nicht die Bewohnerin des Hauses.


Meine Meinung:

Die heimliche Heldin des Romans ist für mich definitiv Naomi Shapiro. Diese runzlige, alte Dame wühlt zwar gerne im Müll und ist auch nicht immens darauf bedacht ihr Haus in Ordnung zu halten, aber sie versucht trotzdem einen Hauch Glamour im Leben zu behalten; mit kirschrotem Lippenstift und perfekt gefärbten Haaren. Immer wieder ermahnt sie Georgie sich nicht so gehen zu lassen, denn sonst würde sie doch nie wieder einen tollen Mann finden.

Georgie Sinclair, heimliche Schriftstellerin, stolpert eher in die Geschichte und bleibt in der ganzen Sache hängen, weil sie einfach viel zu gutmütig und vor allem neugierig ist. Die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Nachbarin lässt sie einfach nicht mehr los.

Es gibt allerhand Charaktere in der Geschichte, die sie lebendig machen und den Leser mitfühlen lassen. Die meschugge Krankenhausfreundin von Naomi, der immer gutgelaunte Handwerker Mr. Ali oder der verführerische Immobilienmakler Mr. Dabiello. Aller helfen Stück für Stück die Geschichte um das alte Canaan Haus zu entschlüsseln und finden auf dem Weg dahin ihr persönliches Glück. Allerdings sehe ich in diesem Ende ein kleines Manko des Buches… es ist für meinen Geschmack einfach zu kitschig.

Die Durchmischung der Story mit Details und Erzählungen aus der Zeit des 2. Weltkrieges und den aktuellen Problemen in Israel; zusammen mit den Apokalypse-Befürchtungen von Georgie’s Sohn Ben verhindern, dass die Story zu sehr ins romantische abdriftet und bringt nicht nur Georgie, sondern auch dem Leser noch ein paar Sachen bei, die er im Geschichts- und Geografieunterricht vergessen hat. Allerdings kann auch keines dieser Themas aufgrund der vielen unterschiedlichen Thematika die angesprochen werden, nicht mit der nötigen Tiefe behandelt werden.


Fazit:

Ich habe dieses Buch auf Tauschothek erstanden und kann sagen, dass ich mit dem Tausch sehr zufrieden bin. Das Buch ist empfehlenswert und hat alles, was eine gute Geschichte braucht: Romantik, zu lüftende Geheimnisse und ein Schuss Glamour.

Für Freunde von:

Nicholas Sparks – Wie ein einziger Tag

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